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Stephan Stephan ist männlich



Dabei seit: 04.03.2005
Beiträge: 14

Rohkost nach Schweikert Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Rohkost nach Reinhold Schweikert/Portugal

Gibt man bei Google (Web/deutsch) den Suchbegriff "Reinhold Schweikert" oder "Rohkost Reinhold Schweikert" ein, dann stösst man dort auf eine pdf-Datei namens "1 Paradies - Insel - System/ Nahrung und Leben/Teil l Verfasser ...", die zu lesen es allemal wert ist.

Schweikert schildert seine Erfahrungen und Ansichten zur Rohkost, die er zusammen mit einer Gruppe von "Aussteigern" in einem Selbstversorger-Paradies in Portugal √ľber viele Jahre hinweg gesammelt hat. Der Autor scheint die Rohkost-Literatur gut zu kennen und sch√∂pft aus einem breiten Wissens- und Erfahrungsschatz.

Er nutzt die gesamte Nahrungspalette (exkl. Fleisch) und macht immer wieder auf die Schl√ľsselfunktion roher Milchprodukte aufmerksam; diese h√§lt er f√ľr die Regeneration eines "Kulturmenschen", der auf Rohkost umsteigt, f√ľr geradezu unentbehrlich - nicht zuletzt deshalb, weil die Erneuerung aller K√∂rperzellen, die unter Kochkostregime aufgebaut wurden, viel essentielle Aminos√§uren ben√∂tigt.

Er stellt klar, dass die Verteufelung von Milchprodukten in der heutigen Rohkostszene aufgrund der schlechten Erfahrungen mit pasteurisierter Kuhmilch zustande kam. Schafs- und Ziegenmilch sind viel bek√∂mmlicher als Kuhmilch, als K√§se (oder Joghurt) ohnehin, und rohe Schafs- und Ziegenmilchprodukte, naturnah erzeugt und verarbeitet, sind gem√§ss Schweikert geradezu das non-plus-ultra f√ľr eine vollwertige, gesunde, regenerierende Rohkostern√§hrung.

Schweikert zeigt auf, wie echte Umbauprozesse, die nun einfach mal unangenehm und schmerzhaft sein können, erst durch die Zugabe von rohen Milchprodukten ausgelöst werden - viele Rohköstler deuten dies dann fälschlicherweise als "unverträglich".
Betreibt man eine einseitige, rein vegane Rohkost oder sogar eine reine Fr√ľchterohkost, dann fehlen dem K√∂rper schlicht die n√∂tigen Proteine, um die Umbauprozesse in Angriff zu nehmen. Daher ist es einem dabei relativ wohl, man ist "Symptom-frei", doch irgendwann r√§cht sich dies... man erreicht keine stabile Gesundheit, keine stabile Psyche.
Offensichtlich waren rohe Schafs- und Ziegenmilch auch in fast allen Rohkost-Gemeinden alter Kulturen (z.B. Essener) von grosser Bedeutung - dies vom Nahen Osten bis Indien.

Etwas st√∂rend sind die religi√∂sen Anstriche der Abhandlung, so verneint der Autor z.B. unsere Verwandtschaft mit den Affen, eine dem Verst√§ndnis nicht gerade f√∂rderliche Einstellung. Trotzdem ist das ausf√ľhrliche Traktat voll von guten Gedanken und Ans√§tzen, sehr ganzheitlich, viele Lebensbereiche abdeckend (nicht nur die Nahrung), eine wirkliche Fundgrube f√ľr Rohk√∂stler, die offenen Geistes an die Sache herangehen.

Etwas √ľbertreiben tut es der Autor meiner Ansicht nach mit dem Mischen verschiedener Nahrungsmittel. Nach meiner Erfahrung ist "mono" am besten oder ganz wenige Sachen gemischt, die gut zusammen passen (z.B. Papaya und eine Zitrusfrucht; Gurken, Tomaten und Blattsalat). Rohmilchk√§se verzehre ich immer nur zusammen mit Gem√ľse oder Blattsalat.

Mit roh-k√∂stlichen Gr√ľssen Stephan

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Stephan am 26.02.2006 14:37.

12.09.2005 18:22 Stephan ist offline Email an Stephan senden Beiträge von Stephan suchen Nehmen Sie Stephan in Ihre Freundesliste auf
glglgl



Dabei seit: 08.02.2006
Beiträge: 6

... Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Tatsächlich!
Ich habe dieses pdf gestern und heute gelesen und bin begeistert.

Bin auch in der gl√ľcklichen Lage fast alles (Ausnahme: Fleischrohkost) durch jeweils nicht nur ganz kurzfristige Erfahrung best√§tigen zu k√∂nnen.

Habe ausserdem, obwohl es darum ja nicht in erster Linie gehen soll vorher das beschriebene Rezept probiert:
Eiklar mit Schneebesen zu Schnee schlagen,
Honig hinzuf√ľgen,
etwas Zimt im Mörser zerstossen,
hinzuf√ľgen und alles verr√ľhren.
Als letztes zur√ľckbehaltene Eigelb reinmischen.
FERTIG

EIN GEDICHT, AAAAH!!

23.04.2006 13:57 glglgl ist offline Email an glglgl senden Beiträge von glglgl suchen Nehmen Sie glglgl in Ihre Freundesliste auf
Stephan Stephan ist männlich



Dabei seit: 04.03.2005
Beiträge: 14

Rohkostvertreter und Milchprodukte Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Schweikert kann begeistern, ja - und eine vollwertige vegetarische Rohkost fällt einem so leicht!

Mir ist aufgefallen, wie viele langjährige, erfahrene Rohköstler, die selber verschiedene Rohkostrichtungen ausprobiert haben, schliesslich bei einer lakto-vegetarischen Rohkost landen. Ich nenne hier die mir bekannten Buchautoren ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

- Reinhold Schweikert Portugal und seine "Aussteigergruppe"
- HP Henning M√ľller-Burzler, ein spiritueller Rohkostpraktiker
- Tavarez, ein Vertreter der instinktiven Rohkost
- Dr. Norman Walker ("Natural Hygiene"; empfahl Schweizer Emmentalerkäse*)
- Wandmaker (erg√§nzt seine propagierte Fr√ľchterohkost mit Quark)

* war wohl f√ľr amerikanische Rohk√∂stler damals DIE L√∂sung; noch heute wird ja Emmentaler aus Rohmilch von "silagefreien" K√ľhen hergestellt.

Kennt jemand weitere Beispiele?

Bin gespannt, Gr√ľsse Stephan

20.05.2006 18:07 Stephan ist offline Email an Stephan senden Beiträge von Stephan suchen Nehmen Sie Stephan in Ihre Freundesliste auf
Arturo Arturo ist männlich


Dabei seit: 14.05.2006
Beiträge: 1

Wohin f√ľhrt Langzeitrohkost? Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Hallo Stephan

Die Annahme, dass Langzeitrohköstler vielfach bei einer lakto-vegetarischen Rohkost landen, wiederspricht meinem persönlichen Umfeld. In meinem Freundeskreis kenne ich eigentlich nur Langzeitrohköstler die sich vegan oder instincto ernähren (wobei viele der Veganer sicher gut daran täten, wenigstens Milch in ihrer Ernährung mit einzubeziehen).

Ausschlaggebendes Hauptargument gegen Milch- und Milchprodukte ist sicher, dass es unnat√ľrlich ist, im Erwachsenenalter noch Milch zu trinken, die zudem auch noch artenfremd ist. Ich z√§hle mich auch zu denen, f√ľr die die Natur alle Antworten bereith√§lt und verzichte deshalb auf Milch. Damit will ich aber nicht behaupten, dass Milch zwangsl√§ufig schaden muss.

Ciao, Arturo

PS. Danke f√ľr deine Beitr√§ge, die ich sehr interessant finde :-)

23.05.2006 13:03 Arturo ist offline Email an Arturo senden Beiträge von Arturo suchen Nehmen Sie Arturo in Ihre Freundesliste auf
Stephan Stephan ist männlich



Dabei seit: 04.03.2005
Beiträge: 14

Milchprodukte unnat√ľrlich? Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Hallo Arturo,

danke f√ľr dein Feedback. Sehe das auch so, dass etwas, was "nicht nat√ľrlich" ist, noch lange nicht schaden muss. W√§re dem so, so h√§tten die Lebewesen ja gar nie neue Nahrungsquellen erschliessen k√∂nnen, h√§tte gar nie eine Entwicklung statt gefunden.

Du gehst davon aus, dass die Natur alle Antworten bereit h√§lt. Dies ist eine gute Basis, um sich Gedanken √ľber die "Nat√ľrlichkeit" von etwas zu machen.

Afrika ist die Wiege der Menschheit. Die wichtigsten Ausgrabungsst√§tten von Vormenschen liegen in Ostafrika. Ostafrika ist enorm reich an Wildtieren, an Paarhufern wie B√ľffel, Gnus, Antilopen, Gazellen. Der Vormensch, der noch keine oder nur sehr primitive Waffen zur Jagd hatte, der erwischte wohl am ehesten noch ein Jungtier, sei es auf der Jagd im Galeriewald oder in der offenen Savanne.
Was man von den heutigen Sammler und Jäger Völkern weiss, so essen diese gewisse Eingeweide oder auch den Mageninhalt des erlegten Wildes roh und machen das zähe Muskelfleisch mit Hilfe von Feuer geniessbar.

Nun zur K√§seherstellung auf "nat√ľrliche Art" - ich zitiere aus der Wikipedia:

"Es ist anzunehmen, dass bereits steinzeitliche J√§ger im Magen erbeuteter junger Wiederk√§uer, welche kurz zuvor noch Muttermilch getrunken hatten, wei√üliche gallertartige Klumpen entdeckten. Solcher im Magen der Beutetiere aus Milch fermentierter Labquark war die erste ‚ÄěK√§seerfahrung‚Äú unserer Vorfahren und wurde wohl schon vor rund hunderttausend Jahren und noch l√§nger als besonderer Leckerbissen gesch√§tzt.
Mit dem Beginn der Domestizierung von vermutlich zun√§chst Ziegen, dann Schafen und zuletzt Rindern und der sich ausbreitenden Weidewirtschaft in der Mittelsteinzeit etwa zwischen dem 10. und 8. Jahrtausend v. Chr. standen dem Menschen dann erstmals gr√∂√üere Mengen an tierischer Milch zur Verf√ľgung, so dass sich die Kunst der K√§serei etwa um die gleiche Zeit langsam entwickelt haben wird, indem der Mensch die Prinzipien der K√§seherstellung nach und nach entdeckte und anfing, sie gezielt einzusetzen und zu verbreiten. Hierbei legen die vielf√§ltigen K√§setraditionen der Menschheit nahe, dass sich die K√§serei zu verschiedenen Zeiten und an verschiedenen Orten zum Teil unabh√§ngig voneinander entfaltete und erst sp√§ter Herstellungsrezepte √ľber weitere Distanzen ausgetauscht und √ľberliefert wurden. In t√∂nernen Gef√§√üen oder Tierblasen bevorratete Milch wurde in der Sonne oder an einem w√§rmenden Feuer zun√§chst sauer, um bald darauf zu gerinnen, wobei unter g√ľnstigen Umst√§nden ein essbares, lagerf√§higes Lebensmittel entstand."

Bereits der Urmensch hatte mit seiner Hammersteinkultur die M√∂glichkeit, erlegte Jungtiere zu √∂ffnen. Komplexe Jagdwaffen wie Wurfspeere sind erst seit 400'000 Jahren bekannt, sodass zuvor als Beute fast nur frischgeborene und junge Paarhufer in Frage kamen. Zeitweise ist das Angebot solcher Jungtiere in der ostafrikanischen Savanne sehr hoch - man gehe nur mal zu den grossen Tierwanderungen in der Serengeti. Dass die "Menschwerdung" in der Ostafrikanischen Savanne statt fand, da sind sich die Forscher ziemlich einig - macht auch in jeder Beziehung Sinn. Die ber√ľhmten Ausgrabungen der Oldowan-Kultur (vor 2.5-1.5 Mio J) liegen am Rande der Serengeti und die dort gefundenen Ger√∂llwerkzeuge eignen sich zum Metzgen und Schaben.

Der menschliche Organismus kennt somit m√∂glicherweise "Frischk√§se" seit √ľber 2 Millionen Jahren - obwohl nat√ľrlich klar ist, dass diese Nahrung nie in grossen Mengen zur Verf√ľgung stand.
Ich erachte √ľbrigens Milch als f√ľr Erwachsene wenig geeignet; besser ist K√§se, also mit Lab enzymatisch vorverdaute und danach durch Reifungsprozesse weiter aufgeschlossene Milch(produkte).

Der moderne Mensch verliess Afrika vor ca. 100'000 Jahren und erreichte √ľber Vorderasien Europa vor ca. 60'000 Jahren.
Schau dir mal die urspr√ľngliche Heimat der Fr√ľchte an, die wir verzehren. Die (Wasser-)Melone kommt aus Afrika, der grosse Rest aus Asien, Mittel- und S√ľdamerika, inkl. Apfel und Birne (Asien). Kultiviert und gehandelt werden diese Fr√ľchte seit 5-10'000 Jahren, viele erreichten Europa erst vor wenigen Tausend Jahren. Alles, was aus der Neuen Welt stammt, ist noch keine 600 Jahre bei uns. Wie ist dies nun mit der genetischen Anpassung?
Das Feuer beherrscht der Mensch hingegen seit mindestens 1 Mio Jahren, ev. bereits seit 1.5 Mio Jahren - Zeit genug f√ľr eine zumindest teilweise genetische Anpassung, z.B. an gekochte Wurzeln (und gebratenes Fleisch) - auch wenn ev. erst seit einigen 100'000 Jahren das Feuer regelm√§ssig zum Kochen eingesetzt wird (√§lteste direkte Nachweise 200-300'000 Jahre; neue Nachweise von Knochenresten gebratener Tiere, 1.5 Mio J alt!).

Eines ist jedenfalls klar: der moderne Mensch (Homo sapiens sapiens) kennt Frischk√§se Marke "natura" l√§nger als den Grossteil der uns bekannten Fr√ľchte und was man als nat√ľrlich beurteilt ist sehr stark eine Frage des "Blickwinkels".
Ich habe mich schon oft gewundert, weshalb die Instinctos all diese Widerspr√ľche nicht erkannt haben oder nicht zur Kenntnis nehmen wollen. Geht es um die Milch der S√§ugetiere, dann sprechen sie von artfremdem Protein, das wir nicht richtig verdauen sollen. Geht es um die Muskeln oder die Leber derselben S√§ugetiere, dann "hat man Bedarf" auf dieses artfremde Protein. Muskeln, Leber und Milch - die darin enthaltenen Proteine werden von demselben Tier produziert.
Presst man einen Saft, so heisst es unnat√ľrlich - Frucht- und Gem√ľses√§fte gibt es in der Natur nicht. Isst man Eier, heisst es, die gab es nur w√§hrend einer kurzen Saison. Isst man K√§se, heisst es nicht genetisch angepasst. Und dieselben Leute essen regelm√§ssig Meeresfisch, ja sogar Hochseefische ... glauben die, wir w√§ren "Wasserprimaten", die Menschwerdung habe in den Tiefen der Weltmeere stattgefunden?
Ich esse auch ab und zu einen kalt ger√§ucherten Wildlachs - trotz allgemein hoher Giftbelastung der Meerestiere, insbesondere der r√§uberischen Fische. Es geht mir einzig darum, die vielen Widerspr√ľche aufzuzeigen, die sich ergeben, wenn man undifferenziert mit dem Schlagwort "genetische Anpassung" um sich schl√§gt.

Noch einige Gedanken zur instinktiven Ernährung

Tierversuche zeigen, dass man Geschmacks- und Geruchsnerven durchtrennen kann, diesen armen Geschöpfen manipulierte Nahrung vorsetzen kann (z.B. einzelne Töpfe mit der gewohnten Nahrung, der man vorher aber die essentielle Aminosäure Lysin entzogen hat) und diese, wenn man ihnen die Gelegenheit gibt (weiter Töpfe mit vollwertiger Nahrung), den Mangel an Nährstoffen (z.B. Lysin) problemlos ausgleichen können, auch ohne Geruchs- und Geschmackssinn.
Versuche mit Schulkindern und Kochkost aus der Mensa zeigen, dass diese auf eine Manipulation der Nahrung nach 2-3 Tagen mit einer veränderten Menuwahl reagieren. Instinktives Verhalten bei gemischter Kochkost also.

Aus der pr√§- und perinatalen Psychologie weiss man, dass die schwersten Traumata das Stammhirn und seine Instinkte betreffen (vgl. B√ľcher von Dr. Arthur Janov), also Empfindungen wie auch Geruch- und Geschmacksinn. Hier liegt auch der Grund, weshalb in der westlichen Hochkultur kaum jemand richtig atmet - sogar diese Grundfunktion ist traumatisiert. Nach Renggli leben wir in einer polytraumatisierten Gesellschaft: vgl. http://www.franz-renggli.ch/

Mit verzerrten Instinkten gegen den nat√ľrlichen Rhythmus des Menschen (am Morgen nichts essen) bei kopfgesteuertem Ausschluss der Lebensmittelgruppen Getreide und Milchprodukte seine Lebensmittel ausw√§hlen? bei nur zwei Mahlzeiten?
Menschen sind sehr individuell, genetisch stark unterschiedlich, da sind solche einengenden Vorgaben aus meiner Sicht gefährlich. Der Verstand kann sich irren, die Instinkte sind i.a. in unserer Kultur mehr oder weniger schwer verzerrt und repräsentieren nur eine Bewusstseins-Ebene.
Da ist aus meiner Sicht und pers√∂nlichen Erfahrung die intuitive Lebensmittelauswahl aus allen Nahrungsmittelgruppen (nach Arjuna) oder eine vegetarische Rohkost basierend auf der "Natural Hygiene" doch mit sehr viel geringeren Risiken verbunden. Auch die Erfahrungen des Heilpraktikers Henning M√ľller-Burzler (Methusalemern√§hrung) lassen sich da gut mit einbauen.

Zum Schluss möchte ich noch auf einen rohkostkritischen Link aufmerksam machen, der eine wahre Fundgrube ist und in welchem eine Unmenge von Literatur verarbeitet wurde:
http://www.beyondveg.com/
Der Betreiber, ein langjähriger Rohköstler und heute ein "Paläofooder", lässt von ehemaligen Instinctos bis zu prominenten Wissenschaftern - so z.B. Prof. Loren Cordain (sein Buch gibt es neu auf Deutsch: "Das Getreide - zweischneidiges Schwert der Menschheit") - alle zu Worte kommen.
Als Naturwissenschafter halte ich mich an die Vorgabe: ich muss immer wieder versuchen, meine eigene Hypothese zu widerlegen. Aus diesem Grunde arbeite ich mich durch diese rohkostkritische amerikanische Website und habe dabei schon viel gelernt ... und verstehe meine eigene Rohkostpraxis, die sich auf intuitivem Wege ergeben hat, immer besser.

Ist zum Nachdenken gedacht,

Gr√ľsse, Stephan

Dieser Beitrag wurde schon 2 mal editiert, zum letzten mal von Stephan am 15.06.2006 18:34.

24.05.2006 20:38 Stephan ist offline Email an Stephan senden Beiträge von Stephan suchen Nehmen Sie Stephan in Ihre Freundesliste auf
ernst.erb ernst.erb ist männlich
Ernst Erb




Dabei seit: 19.05.2003
Beiträge: 21

Wie man Tatsachen ins Gegenteil verkehrt ! Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Ich finde es gut, dass man sich √ľber die Ern√§hrung frei austauscht, hingegen ungut, dass Stephan nun mit einem Beitrag daher kommt, der eigentlich nur zeigt, wie man aus einer Zusammensetzung von falschen Hypothesen und richtigen Hypothesen eigentlich alles behaupten kann. So gehen etwa Leute vor, die keine oder wenig eigene Erfahrung haben aber viel Phantasie. Mit dieser Methode haben schon andere ‚Äěbewiesen‚Äú dass man zum Beispiel nur destilliertes Wasser trinken sollte.

Nat√ľrlich sollte man nicht behaupten, dass Milch ‚Äěin jedem Fall‚Äú sch√§dlich ist, doch habe ich zu oft sch√§dliche Wirkungen gesehen und weiss, dass Heilung von schweren Krankheiten am ehesten mit rein veganer Rohkost m√∂glich ist.

Tatsachen:
1.
Es gibt gen√ľgend Beweise, dass die Umstellung auf 100% vegane Rohkost zahlreiche Krankheiten heilen kann.
2.
Ich bin einer davon. Sie finden aber gen√ľgend andere Heilerfahrungen durch Weglassung von Milchprodukten. Nat√ľrlich kommen auch solche mit vor!
3.
Es gibt gen√ľgend Krankheiten und Allergien, die direkt auf den Konsum von Milchprodukten zur√ľckzuf√ľhren sind. Die Natur hat Gr√ľnde, warum sie den Milchkonsum (der eigenen Art) abstellt.
4.
Kathrin, meine Lebenspartnerin, ist ein gutes Beispiel daf√ľr, dass Milch enorm schaden kann. Bei ihr entstehen schon Herzprobleme, wenn sie so ca. 3 Mal Griessbrei isst ‚Äď oder sonst ein milchhaltiges Produkt. Das ist aber eine besondere Allergie und nicht ein allgemeines Problem.
5.
Nur der Nordwesteurop√§er ist einigermassen an Milchprodukte angepasst oder reagiert nicht mehr mit der nat√ľrlichen Laktoseintoleranz. Dazu auch eine Hypothese: Weil er als Kleinkind √ľber Jahre und mit gr√∂sseren Mengen dazu gezwungen wurde. Aber eine Tatsache: Sogar er kann im sp√§teren Leben Laktioseintoleranz entwickeln, wenn er √ľber einige Jahre nur vegane Rohkost zu sich nimmt und diese Laktoseintoleranz besteht dann lebenslang. Ein deutliches Zeichen der Natur ‚Äď ob mit Rohmilch oder Kochmilch.
6.
Es gibt grosse Statistiken, die zeigen, dass V√∂lker ohne oder mit ganz wenig Milchproduktekonsum auch praktisch keine √Ėstereoporese kennen. Wenn solche Leute (z.B. Chinesen, Japaner) aber auswandern und die westliche Esskultur annehmen, dann haben sp√§tere Nachkommen die gleichen Probleme. Wahrscheinlich dr√§ngt der hohe Phosphor-Gehalt der Milch(produkte) Kalzium aus den Knochen.
7.
Sowohl mit Kochkost, mit Vollwertkost, Rohkost oder veganer Rohkost kann man Fehler machen.

Es geht nicht darum, dass man Leute findet, die auf irgend etwas allergisch sind ‚Äď und sei es nur auf den gesunden Apfel ‚Äď sondern es geht um eine weit verbreitete Falschern√§hrung, die tats√§chlich bedeutende negative Folgen zeigt. Man darf nicht von Hypothesen ausgehen, die man sich f√ľr jede Kostform oder Ansicht basteln kann, sondern von den Tatsachen.

Viele Leute pflegen aber leider ‚Äěselektive Wahrnehmung‚Äú und lassen sich unkritisch verf√ľhren. Eigentlich ist es traurig, wie die paar Menschen, die sich echt um Rohkost k√ľmmern durch Besserwisserei sich gegenseitig das Leben schwer machen. Ich habe nur geantwortet, weil mir am Herzen liegt, dass echt schwer kranke Menschen nicht einen halben Versuch machen, der eher fehlschlagen kann, sondern 100%ig vegan-roh leben ‚Äď zumindest so lange wie die Krankheit nicht wirklich √ľberwunden ist.

Ich k√∂nnte nun eine ganze Liste von gesundheitlichen Nachteilen von Milchprodukten ‚Äď zumindest im Konsum wie es heute oft gepflegt wird - aufz√§hlen, doch gen√ľgen hoffentlich hier die obigen Punkte, um m√∂glichst oft auf Milchprodukte zu verzichten, auch wenn sie noch so mit unserem Genusssinn flirten.

16.06.2006 21:13 ernst.erb ist offline Email an ernst.erb senden Homepage von ernst.erb Beiträge von ernst.erb suchen Nehmen Sie ernst.erb in Ihre Freundesliste auf
Stephan Stephan ist männlich



Dabei seit: 04.03.2005
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Tatsachen und Meinungen Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Hallo Ernst,

ehrlich gesagt, da bin ich paff. Nicht, dass ich deinen Zeilen irgendetwas mir Neues entnehmen könnte, sondern ob all den Unterstellungen.
Selektive Wahrnehmung und Verdrehung der Tatsachen, tatsächlich, dies scheint hier das Thema zu sein.

Ich werde die Konsequenzen ziehen und hier meine Meinung nicht mehr äussern - ich nehme an, dies ist dir mehr als recht. Auch Fakten scheinen hier nicht willkommen zu sein, also lasse ich auch dies.
Du kannst meine Beiträge auch gerne löschen.

Wohin eine strikt vegane Rohkost langfristig f√ľhrt, dies k√∂nnen Interessierte ja auch anderen Foren entnehmen.
Jemandem zu veganer Rohkost raten - langfristig, und nicht nur als Kur - daf√ľr k√∂nnte ich die Verantwortung nie √ľbernehmen - du kannst es offensichtlich.

In gewissen Situationen ist man nicht nur f√ľr das verantwortlich, was man tut, sondern auch f√ľr das, was man unterl√§sst. Verantwortung bedeutet, dass einem das Leben fr√ľher oder sp√§ter eine Antwort darauf gibt.

In diesem Sinne verweise ich nochmals auf folgenden Link: http://www.beyondveg.com/

Gruss Stephan

17.06.2006 20:34 Stephan ist offline Email an Stephan senden Beiträge von Stephan suchen Nehmen Sie Stephan in Ihre Freundesliste auf
Stephan Stephan ist männlich



Dabei seit: 04.03.2005
Beiträge: 14

Kuhmilch der US- Agrarindustrie Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Hier noch ein Link, der die handels√ľbliche(n) Kuhmilch(produkte) als die gef√§hrlichsten Nahrungsmittel schlechthin preist:
http://www.milchlos.de/

Verzehrt man die zusammen mit Getreide, dann lässt sich vieles erklären.

Gruss Stephan

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Stephan am 19.06.2006 19:31.

19.06.2006 19:29 Stephan ist offline Email an Stephan senden Beiträge von Stephan suchen Nehmen Sie Stephan in Ihre Freundesliste auf
sterne



Dabei seit: 27.02.2006
Beiträge: 13

Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Hallo Stephan,
Ich denke, dass es immer noch einen Unterschied macht, ob man einmal im halben Jahr zuf√§llig zu Milch oder K√§se in einem toten Tier kommt, oder dies regelm√§ssig von gez√ľchteten Milchk√ľhen und andereren, verzehrt. Ich finde die Milchhaltung abartig (entschuldige, aber wir sind hier umgeben von Biomilchbetrieben). Ausserdem pl√§diere ich f√ľr Langzeitstillen, was aber bei vielen Tieren durch die Tierhaltung, durch uns Menschen, unm√∂glich geworden ist... In Afrika wird den Tieren ein wenig Milch genommen, wenn diese gerade Junge haben. Also keinen Vergleich zu uns hier. Wenn jemand selber Tiere hat, und dem nat√ľrlichen Verlauf nicht schadet, sehe ich dies anders, aber in der Schweiz finde ich, dass die Milchwirtschaft (auch bio und roh!) eine Ursache vieler Uebel ist.

Liebe Gr√ľsse von Mama-Stern, die hofft, dass du nicht aufh√∂rst deine Meinung und dein wissen hier zu verk√ľnden!

03.01.2007 20:25 sterne ist offline Email an sterne senden Beiträge von sterne suchen Nehmen Sie sterne in Ihre Freundesliste auf
 
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