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Stephan Stephan ist männlich



Dabei seit: 04.03.2005
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Jane Goodall Institut

Wer Lust hat, sich mal ĂŒber die Evolution, Lebensweise und ErnĂ€hrung unserer nĂ€chsten Verwandten im Wald zu orientieren, dem sei die Website des Jane Goodall Insitutes in ZĂŒrich wĂ€rmstens empfohlen:
http://www.janegoodall.ch

Dort ist viel Wissenswertes zu erfahren und man findet u.a. ausfĂŒhrliche Steckbriefe zu Schimpanse, Bonobo und Gorilla - inkl. Angaben zur ErnĂ€hrung und zum Familienleben.
Aus der ErnĂ€hrung der Gorillas lĂ€sst sich ableiten, dass ein Mensch bei ausschliesslich wild wachsendem, pflanzlichem Nahrungsangebot mit eher geringem FrĂŒchteanteil bis zu 15 kg Nahrung pro Tag zu sich nehmen mĂŒsste.
Auch fĂ€llt der Mythos, natĂŒrliche RohkosternĂ€hrung schĂŒtze vor Karies; Fakt ist, dass Karies bei Schimpanse und Gorilla vorkommt und dort mit der Höhe des FrĂŒchteanteils ansteigt.
Auch kennen unsere nahen Verwandten im Wald bereits Zubereitungs- und Esstechniken.


Beim Gorilla ist da z.B. zu lesen:

Körperduft
Der Körperduft Ă€hnelt dem eines sich vegetarisch ernĂ€hrenden Menschen und der Schweißgeruch kann recht streng sein.

ErnÀhrung
Gorillas sind, wie fÀlschlicherweise oft beschrieben, keine reinen Vegetarier. Tierische Kost nimmt allerdings einen verschwindend kleinen Teil ein und beschrÀnkt sich im wesentlichen und ohne jede JagdaktivitÀten auf Termiten und Ameisen.
ErnÀhrung Berggorillas (W 60-100 kg schwer, M 130-270 kg)
15 bis 25 Kilogramm Pflanzenkost steht bei Erwachsenen tÀglich auf dem Programm. Und man ist durchaus wÀhlerisch. Etwa 120 verschiedene Pflanzenarten werden gefuttert. Darunter als Grundnahrung vor allem der beliebte wilde Sellerie, Bambusmark und -sprosse, verschiedene Reben- und Nesselarten, Brombeeren sowie eine Kletterpflanzenart namens Galium.

Unter den Menschenaffen ist der Gorilla wohl derjenige, der auch ohne zusĂ€tzliche Werkzeuge sehr ausgefeilte Zubereitungs- und Esstechniken entwickelt hat. Da wird geschĂ€lt, untersucht, alte nicht mehr schmackhafte BlĂ€tter entfernt, StĂ€ngel abgestreift, so dass nur noch ein kleiner BlĂ€tterstrauß ĂŒbrig bleibt, der dann gefaltet sorgsam gekaut, zerkleinert und manchmal erneut auf vollstĂ€ndige Genießbarkeit untersucht wird.

Die ZĂ€hne werden als Rechen beim Abstreifen von Wurzelhaut benutzt usw. Das geht alles sehr sittsam zu. Da wird weder gefressen noch verschlungen. Man isst gemĂŒtlich und genĂŒsslich. Und vor allem behandelt man alle Pflanzen sorgsam. Selten wird eine Pflanze völlig aufgegessen. Relativ wenig wird abgebrochen, abgezupft. Jedenfalls stets so, dass sich die Pflanze wieder erholen und rasch nachwachsen kann. Diese "Garten- und Forstarbeit" begĂŒnstigt sogar das Wachstum, was Vergleiche mit nicht besuchten Regionen deutlich zeigt.

Dies ist ein sehr gutes Beispiel fĂŒr den Umgang mit seiner Umwelt. Hier wird nicht schonungslos ausgebeutet, hier wird fĂŒr die Zukunft vorgesorgt.

Es gibt auch Delikatessen. Unter anderem Flechten, die nur an bestimmten PlÀtzen wachsen, Baumpilze, die meist nur die "Fliegengewichte" erreichen und, wenn sie klug sind, sogleich verzehren, bevor sie ihnen unter Protestgeschrei am Boden abgejagt werden und hier und da wird ein Ameisennest ausgehoben oder Eier aus einem Vogelnest gestohlen.

Die Deckung des Mineralbedarfs geschieht bei zusÀtzlicher Aufnahme lockerer Erde beim Verzehr von Wurzeln oder Ameisen, manchmal aber auch durch gezieltes Aufnehmen von sandigem Erdreich.

Besonders interessant ist, dass es gewisse "Nahrungs- und Esstraditionen" bei den Berggorillas gibt. Was gegessen wird und auf welche Weise beziehungsweise was nicht gegessen wird, unterscheidet sich manchmal von Familie zu Familie - auch in der Nachbarschaft. Manche Pflanze, die hier beachtet und bevorzugt wird, bleibt bei einer anderen Familie im gleichen Gebiet völlig unbeachtet.

ErnÀhrung Flachlandgorillas:
Im Flachen gibt es wesentlich mehr und grĂ¶ĂŸere FrĂŒchte als im kĂŒhlen Nebel- und Regenwald der Berge. Daher ernĂ€hren sich Flachlandgorillas zu etwa 40% von FrĂŒchten (Berggorillas nur ca. 1 %). Das bedeutet auch, dass im Vergleich nur etwa die HĂ€lfte an BlĂ€ttern von den "Lowlands" gegessen werden. SĂŒĂŸe FrĂŒchte bedeuten aber auch hĂ€ufiger Karieserkrankungen (oft auch bei Schimpansen), die bei Berggorillas so gut wie nicht vorkommen.

Der Schimpanse, dessen Genom zu ĂŒber 98% mit demjenigen des Menschen ĂŒberein stimmt, ernĂ€hrt sich wie folgt:

Die Nahrung setzt sich nach Beobachtungen im Durchschnitt wie folgt zusammen (nach Volker Sommer):

1. FrĂŒchte (einschließlich NĂŒsse) ca. 55 - 70 %
2. BlÀtter (BÀume) ca. 20 %
3. BlÀtter und KrÀuter (Bodenvegetation) ca. 10 - 20 %
4. Tierische Nahrung: ca. 0,1 - 4 %, darunter hÀufig Roter Stummelaffe (Red Colobus), gelegentlich junge Paviane, junge Buschschweine, Buschbockkitze und Nagetiere. Ebenfalls Termiten, Ameisen, Raupen, KÀfer und gelegentlich auch Bienen,
5. Mineralstoffaufnahme an brĂŒchigen und salzhaltigen Steinen, auch Erde von Termitenbauten.


Mit ur-köstlichen GrĂŒssen Stephan

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Stephan am 26.02.2006 14:18.

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